Anreise

Dieses Mal ist mein Mann dabei beim Fasten in der Toskana. Ich war schon mehrmals (alleine!) im Schwarzwald (5 Mal beim Moll-Fasten) und war jedes Mal total begeistert. Aufgetankt mit Energie und rundum erneuert kam ich immer wieder heim. Diese jährliche Fastenwoche ist mein absoluter Jungbrunnen. Und dieses Mal will mein Mann unbedingt mit – ich bin gespannt (und freue mich) auf die Fastenwoche mit ihm ...
 

Reise und Ankunft

Wir sind mit dem Flugzeug nach Pisa geflogen –alles wurde für uns organisiert und es kann losgehen. Endlich sind wir in der Toskana - da wollten wir schon immer mal hin. Herzlich werden
wir von Ralf Moll am Flughafen abgeholt. (Info: Die Hälfte der Teilnehmer sind mit dem Auto gefahren, die andere Hälfte mit dem Flugzeug). Wir fahren anschließend ca. 45 Min zu unserer Unterkunft.
Diese liegt zwischen Volterra und Cecina, auf einem typischen Hügel der Toskana, umrahmt von Olivenhainen am Rande eines alten malerischen Dorfes.
Der 1. Eindruck: Toskana-Idylle pur. So schön haben wir uns unsere Unterkunft nicht vorgestellt. Eine alte italienische Villa mit wunderschönen Appartement-Wohnungen.on einer Adelsfamilie
geleitet. Unser eigenes großes Appartement ist im typischen Toskana-Stil (SZ, Wohnküche, großes Bad). Die Wohnung super schön – und die Krönung ist unser Himmelbett ! Wunderschön ist auch der
große Garten der Villa mit vielen Blumen, Bäumen und Sitzmöglichkeiten, sowie der Pool mit großem Liegebereich.
Um 17 Uhr ist Begrüßung – es kann losgehen zum Fastenwandern. Wir sind schon gespannt auf die anderen. Insgesamt 19 Personen: 5 Paare, 7 Frauen und 2 Männer. Es scheint wieder eine tolle Gruppe zu sein – wie jedes Mal – die meisten haben schon einmal oder mehrmals gefastet – sind also Wiederholungstäter im Hause Moll – und ein  paar Fasten-Neulinge. Wir kommen sofort ins
Gespräch.
Ralf und Eva, die beiden Leiter die Fastenwoche geben in der Vorstellungsrunde einen Überblick über die Woche, die Wanderungen, die Massagen und natürlich über die Fastenmethodik.
Wir können hier wählen Fastenwandern mit Früchtefasten oder Fastenwandern mit Suppenfasten. Also individuell fasten, je nach Konstitution, Wärmehaushalt und Stoffwechsel jedes Einzelnen.
Bei der Vorstellungsrunde wird schon viel gelacht – ja so kenne ich das auch vom Schwarzwald – Fasten mit viel Humor. Auch mein Mann ist guter Dinge. Als der Einlauf vorgestellt wird, schaut mein Mann mich von der Seite an und lacht dann herzhaft – hatte ich ihm das mit dem Einlauf nicht gesagt ... ? Wir werden ja sehen, es wird schon klappen.
Dann gibt es eine leckere Minestrone-Suppe für alle. Anschließend machen wir noch einen Spaziergang durch das bezaubernde Dörfchen – ankommen in der Toskana!

1. Fastentag beim Fastenwandern

Aufstehen, die Toskana ruft – wir freuen uns auf die Wanderung. Halt vorher trinken, Tonerde rühren und den Einlauf machen, dabei diskutieren mein Mann und ich über die beste Stellung – ich glaube es wird eine lustige Woche. Ein blauer Himmel erwartet uns, ebenso Ralf zur Morgengymnastik am Pool. Mit Dehnen und Strecken kommen alle gut in den Tag, dann ab zum Frühstück – eine schön dekorierte Tafel und das freundliche Küchenteam erwarten uns schon. 

Mein Mann und ich haben uns für das Früchtefasten entschieden, etwa 1/3 der Gruppe für das Suppenfasten. Ein schöner bunter Früchteteller mit Ananas, verschiedenen Melonen, Pfirsich und Trauben lacht uns an, dann geht es auf zur Olivenwanderung.  Wir starten vom Haus aus in die wunderschönen Olivenhaine mit ihren knorrigen, alten Olivenbäumen, entlang Zypressenalleen – traumhaft schön, ja so habe ich mir die Toskana immer vorgestellt. Wir laufen auf einer Anhöhe mit Blick auf das Meer und sehen in der Ferne die Insel „Elba“ und die kleine Insel „Capraia“.
Unser 1. Halt ist ein Feigenbaum mit reifen Früchten. „Hier dürft ihr ran“ sagt Ralf. Das ist der absolute Genuss – frische Feigen vom Baum! Gemütlich geht es an Weinfelder vorbei (wir dürfen
wieder naschen) und mein Mann findet immer mehr Gefallen am Fasten. Man kommt mit vielen Fastern ins Gespräch und plaudert schnell über frühere Fastenwochen und natürlich auch über die
toskanische Küche ...
Das Wandertempo ist angemessen an die Gruppe, alle kommen gut mit, überhaupt wird nach jedem Einzelnen geschaut, dass es jedem gut geht – die Betreuung ist immer super
– sehr persönlich.

Wieder zurück, gibt es eine leckere Suppe für die Suppenfaster (rote Linsen-Kartoffel- Ananas) oder einen köstlichen Früchteteller. Dann geht es zum Leberwickel und zum verdienten Mittagsschlaf Am Nachmittag haben wir beide eine tolle entspannende Massage. Anschließend genießen wir die Toskana-Sonne am Pool, totales relaxen und Urlaubs-Feeling. Jetzt sind wir angekommen und fühlen uns beide großartig. (Bin ja froh, dass es meinem Mann so gut gefällt, man weiß ja nie !)
 
18.30 Uhr gibt es Abendessen: ein Gemüseteller mit leckerem Avocado-Dipp (muss ich zu Hause auch mal machen) und eine Tomatensuppe für die Suppenabteilung. Dabei wird am Tisch der Tag
nochmals besprochen – man kommt sich näher. Abends ist immer Abendprogramm. Heute hält Ralf einen Vortrag über das „Fasten“ und jeder wird gefragt wie es ihm geht, ob er genug
getrunken hat, ob auch sonst alles klappt. Alle Fragen werden kompetent und immer humorvoll beantwortet. So gefällt mir das Fasten, hier ist niemand „verbissen“, sondern die beiden Leiter und ihr Team sind immer „gut drauf“ und das überträgt sich natürlich auf uns Faster. Das Motto im Hause Moll heißt ja „Lachen ist basisch !“

2. Fastentag beim Fastenwandern

Wir haben wunderbar geschlafen in unserem Himmelbett. Nun ran an die Wasserflasche und an den Einlauf. Die Morgengymnastik - heute mit Bändern ist ein toller Start in den Tag. Nach dem
Frühstück geht es zur Wanderung in den Pinienwald und ans Meer. (10 Minuten Autofahrt). Wir wandern jeden Tag woanders, Ralf Moll möchte uns viel von der schönen abwechslungsreichen
Toskana zeigen. Toll !

Eine tolle Wanderung, ganz eben durch den schönen Pinienwald, die Grillen zirpen und der herrliche Duft der Pinien begleiten uns dabei. Wir wandern immer ca. 3 Stunden und immer mal wieder eine Trinkpause. Die 3 Liter /Tag müssen ja getrunken werden. Dann eine tolle Überraschung. Eva und ihr Küchenteam erwarten uns zu einem Picknick im Pinienwald. Köstlicher Obstsalat oder eine Paprika-Suppe unter Pinien, dazu einen frisch gepressten Saft. Was will man mehr? Alle sind begeistert!

Wer möchte kann anschließend direkt am Strand bleiben und den Nachmittag hier verbringen. Natürlich wollen wir! Wir haben Traumwetter (blauer Himmel, 25 Grad). Die Badetaschen sind bereits im Auto. Ein Teil fährt in die Villa zurück. Wir werden nach 3 Stunden Sonne – Sand – Baden wieder abgeholt – ein toller Service.
Heute Abend ist Vortragsabend von Ralf „Schlank statt sauer“. Er ist ein genialer Redner und erklärt die Schlacken, Basen und Co, total fundiert und immer humorvoll, dass es auch jeder versteht. Wir lernen die Übersäuerung und ihre Symptome kennen (von Müdigkeit, brüchigen Haare und Fingernägel, Gelenksteife und Gelenkschmerzen, Allergien, Darmprobleme etc.), einfach die gesamten
Zusammenhänge „Übersäuerung – was ist das eigentlich und was kann man dagegen tun?“
Aus diesem Grund sind auch die meisten Teilnehmer hier. Einige tanken Energie und ihre Zipperleins sind nach einer Fastenwoche erheblich besser oder einfach weg, sagen sie. Mein Mann ist nur so am Staunen und vielleicht werden am Ende der Woche auch seine Gelenke wieder beweglicher – er ist nun ganz dabei!

3. Fastentag beim Fastenwandern

Großartig, das Morgenprogramm läuft bestens und auch mein Mann hat nun verstanden warum er mitmacht. Wir haben nun ganz neue Gesprächsthemen: Schlacken & Co ..
Heute machen wir eine wunderschöne Wanderung rund um das alte Dorf Casale, das oben auf einem Hügel gelegen ist – typisch für die Toskana. Wir wandern wieder durch herrliche Natur, durch
Olivenhaine, entlang Zypressen, vorbei an alten Gehöften und naschen Feigen vom Baum und immer wieder der Blick auf das malerische Dorf Casale und mit traumhaften Ausblicken in die
Hügellandschaft.

In der Gruppe herrscht eine tolle ausgelassene Stimmung, alle sind gut drauf, viele schöne Gespräche. Heute lasse mich wieder von einer Massage verwöhnen - herrlich. Mein Mann liegt
einfach gemütlich am Pool. Er ist überhaupt ganz überrascht, dass er kein Hungergefühl hat, das war seine große Sorge zu Hause. „Wenn die Fasten- Methodik stimmt, dann habt ihr kein Hungergefühl“ hat ja Ralf bei der Begrüßungsrunde erzählt.
Nach dem Abendessen (Gemüsevariationen mit köstlichem Avocado-Dipp) und einer leckeren Möhren-Kartoffel-Orangen-Suppe geht ́s zum Abendprogramm. Eva hält einen Vortrag über die
„Toskana, die verschiedenen Regionen und die Geschichte der Toskana. Wir erfahren einiges über die Kunst und Kultur, über die Medici, Etrusker, interessantes über den Marmorabbau in Carrara und
vieles mehr. Das alles mit vielen schönen Photos. ich glaube ich habe mich ein bisschen in die Toskana verliebt...

4. Fastentag beim Fastenwandern

Nun ist er da, der totale Energie-Kick. Selbst mein Mann ist schon vor mir wach. Das kommt zu Hause nie vor. Da kenne ich ihn nur als „Morgenmuffel“. Heute lernen wir wieder eine neue Facette der Toskana kennen. Der wild romantische Maccia-Wald. Unsere Rundwanderung führt durch den Wald und durch die tolle Hügellandschaft mit Weinanbau und und immer wieder dieser tolle Blicke auf das Meer und die vorgelagerten Inseln. Heute sehen wir sogar bis Korsika.
Als wir wieder an den Autos sind, merke ich, dass ich noch gar nicht müde bin, ich könnte immer weiter laufen und so machen mein Mann und ich nach dem Mittagessen und dem Leberwickel noch einen ausgedehnten Spaziergang. Dann entspannen wir einfach noch den Nachmittag am Pool. Nach leckerer Abendsuppe und Früchtetellern gibt es wieder einen tollen Ernährungs-Vortrag. Unglaublich was wir hier alles lernen...

5. Fastentag beim Fastenwandern

 
Heute steht nach der Morgengymnastik und Frühstück wieder ein Toskana High-Light an. Wanderung um das alte Dörfchen Bolgheri. Wir durchwandern die Toskana bei Traumwetter
und blauen Himmel in Postkarten-Idylle: Zypressenalleen, Hügel mit Olivenhainen, alte Gehöfte, und immer wieder der Blick auf Bolgheri und die wohl berühmteste und größte Zypressenallee der Toskana – Beeindruckend und wunderschön !.

Heute Nachmittag gehen wieder einige zum Strand – die anderen treffen sich am Pool. Das Wetter ist nach wie vor traumhaft schön. Abendprogramm: Ralf hält wieder einen Vortrag über gesunde Fitness-Ernährung zu Hause. Alle sind top motiviert und wollen einiges umstellen in der Ernährung, ich natürlich auch. Als Highlight gibt es heute Abend noch eine tolle Olivenölverkostung. Wir erfahren
viel über den Anbau, Ente und Verarbeitung des Olivenöls. Extra vergine muss es sein und ganz wichtig ein gutes Bio-Ölivenöl.

​6. Fastentag beim Fastenwandern

Nun ist es passiert, mein Mann ist ein Fasten-Fan geworden. Er weckte mich heute Morgen ganz früh, seine Finger sind viel beweglicher geworden und seine Schulter schmerzt nicht mehr – ein toller Erfolg und das nach nur einer Woche Fasten.
Heute wird nicht gewandert, denn heute ist Stadttag. Wir fahren mit den Autos nach Volterra. Im Ausland-Fasten (La Palma, Toskana) gehört immer 1 Stadt-Tag mit dazu – „das hat einfach
mehr Urlaubscharakter“, so Ralf Moll – wie Recht er hat ! Wir gehen gemeinsam diese beeindruckende Stadt hinauf bis zum Platz „Piazza dei Priori“. Dort bekommen wir einen Stadtplan und Eva stellt die Sehenswürdigkeiten vor.
Eine alte Etrusker-Stadt  hoch oben auf dem Berg erwartet uns mit ihren alten Gassen, tollen, alten Gebäuden und Palästen, Museen und Geschäften. Nun hat jeder Zeit zur freien Verfügung, denn jeder will natürlich etwas anderes anschauen. Volterra ist die Stadt des Alabasters und so gibt es unzählige Souvenirs der feinen Handwerkskunst zu kaufen. Ja, dann gibt es natürlich auch
viele Cafes, aber wir sind so gut drin im Fasten, die ganzen Düfte können uns nichts anhaben. Wir suchen uns ein schönes Plätzchen im Schatten und essen unser Früchte- Lunch-Paket. Wir treffen uns später wieder alle an den Autos mit einigen Tüten in den Händen – man findet doch immer etwas – wie schön!

Nach einem ganz gemütlichen Nachmittag am Pool geht unsere Fastenwoche langsam dem Ende zu. Heute Abend wird abgefastet. Das Küchenteam hat wieder gezaubert. Es gibt Pellkartoffeln mit herrlichem Gemüse-Salat und Avocado-Kräuter-Dipp, alles wieder liebevoll dekoriert. Die Stimmung am Tisch ist ausgelassen. Wie schnell diese Woche doch verging.

Anschließend gibt es eine feierliche Abschlussrunde in unserem Seminarraum. Ralf gibt noch viele Tipps mit für zu Hause, auf was wir alles achten sollen und dann gibt jeder sein Fasten-Feed-Back:

Unglaublich, die Begeisterung und Euphorie der Teilnehmer. Es geht allen super gut, viele Zipperleins sind verschwunden, wie zB Müdigkeit, Gelenkschmerzen, Hautprobleme. Ebenso sind
ein paar Kilos verschwunden. Mein Mann erzählt auch ganz stolz von seinen Erfolgen. Die liebevolle, fürsorgliche Betreuung und die Kompetenz der Leiter werden ausgiebig gelobt. Ebenso die abwechslungsreichen Wanderungen, die Massagen und die wunderschöne Unterkunft in der Villa. Das Küchenteam erhält einen extra Applaus (wirklich verdient). Alle wollen wieder kommen, entweder hierher oder nach La Palma oder in den Schwarzwald.

7. Tag und Abreise

Nach einem leckeren Obstsalat zum Frühstück und den letzten Feigen, geht es zum Verabschieden. Vielen fällt der Abschied schwer, denn wir sind in der Woche eine tolle Fasten-Clique geworden. Aber wir wollen uns wieder treffen. Und nun kommt das Beste: Mein Mann sagt mir soeben er hat uns gerade wieder angemeldet – wir gehen nächstes Jahr wieder hierher zum Fasten in die Toskana ... Dann werden wir – voller Power - zum Flughafen nach Pisa gefahren. Ciao Toskana ...